Die Tierwelt der Korkeichenbiotope

Korkeichenwälder sind Rückzugsgebiete einiger bedrohter Arten wie des Iberischen Luchses, der nur noch rund 100 Exemplare zählt, des Spanischen Kaiseradlers oder des Mönchsgeiers. Im algerischen und tunesischen Korkwald lebt der gefährdete Berberhirsch. Zugleich sind diese Biotope Durchgangsstationen von Zugvögeln und Überwinterungsplätze, z. B. von rund 60.000 Kranichen in der spanischen Extremadura. Die Straße von Gibraltar ist neben der Straße von Messina und dem Bosporus ein »Hauptverkehrsknotenpunkt« im Vogelzug nach und von Afrika.

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Korkernte

Zwanzig bis dreißig Jahre müssen die Eichen mindestens wachsen, bevor sie erstmals geschält werden können. Sie müssen in 1,50 Meter Höhe einen Durchmesser von mindestens 70 cm erreicht haben. Alle neun Jahre ist dann Erntezeit.

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Korkindustrie

Siebzig Prozent der Wertschöpfung in der Korkindustrie entsteht durch Flaschenkorken. Nach den Umsatzeinbrüchen zur Jahrhundertwende wegen der Konkurrenz durch alternative Verschlusstypen und die Korkschmecker-Problematik steigt der Ertrag inzwischen wieder. Dank verbesserter Produktionsprozesse und Fokussierung auf die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und Weinqualität entsteht neues Vertrauen bei Winzern und Verbrauchern. Die Produktionsbedingungen sind in einem Codex des europäischen Korkverbands (C.E. Liège) festgelegt und werden streng kontrolliert.

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Korkeichenwälder: Flora

Die Korkeichenbiotope gehören zu den biologisch reichsten der Welt und sind gemäß der EU-Habitatrichtlinie im NATURA-2000-Netzwerk aufgeführt. Sie weisen unter den Wald-Lebensräumen eines der weltweit höchsten Niveaus an Artenvielfalt auf. Korkeichenwälder gehören zu den 201 von der UNEP festgelegten weltweiten Biodiversitäts-Hotspots: Im Mittelmeergebiet finden sich bis zu 25.000 verschiedene Pflanzenarten (viermal mehr als im übrigen Europa), davon 13.000 endemische, d. h. nur in dieser Region ansässige Pflanzenspezies – weltweit die zweitgrößte Zahl, gleich nach dem tropischen Teil der Anden.

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Naturkorken und Weingenuss

»Plopp!« Kennen Sie dieses Geräusch? Genau! Dieses spezielle, aber allseits bekannte Geräusch eines Korkens, der mit einem gefühlvollen Ruck aus der Weinflasche gezogen wird. Dieses Geräusch gehört für viele Konsumenten zum festen Ritual des Weintrinkens.

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