KORKFAKTEN

Allgemeines

  • In einem einzigen Flaschenkorken befinden sich etwa 700 Millionen Zellen. Seine Dichte beträgt
    zwischen 0,12 und 0,20 kg/m³. Kork besteht fast zur Hälfte aus Suberin, einer Mischung aus
    Fettsäuren und einem starken organischen Alkohol, der den Kork flüssigkeits- und gasundurchlässig
    macht. Weitere Bestandteile sind Lignin und Zellulose sowie Polysaccharide, Tannine und Wachse.
  • Der Naturkorken ist der bekannteste Flaschenverschluss. Ihn kennen 100 Prozent der Befragten. Rund
    57 Prozent präferieren den Naturkorken als Verschlussart (Quelle: Universität Mannheim). In Frankreich
    sind es sogar rund 83 Prozent (Quelle: Opinion Way 2014). Mehr als die Hälfte der Deutschen, die den
    Naturkorken präferieren, wären bereit 5 Prozent und mehr für eine Flasche Wein zu bezahlen.

Umwelt/Natur

  • Die Korkeichenwälder im Mittelmeerraum bedecken eine Fläche von rund 2,2 Millionen Hektar. Davon
    entfallen 736.000 Hektar auf Portugal, allen voran auf das südportugiesische Alentejo-Gebiet. Das
    entspricht einem Drittel der weltweiten Bestandsfläche und 23 Prozent der portugiesischen Waldfläche.
    150.000 Hektar des iberischen Korkeichenwaldes sind durch die Organisation Forest Stewardship
    Council (FSC) zertifiziert.
  • Durch Wiederaufforstung wächst die Anbaufläche für Korkeichen in Portugal jährlich um etwa 4
    Prozent. Auf der iberischen Halbinsel wurde so der Korkeichenwald im Laufe der letzten Jahrzehnte um
    150.000 Hektar ausgeweitet.
  • In den Korkeichenwäldern leben 24 Reptilien- und Amphibienarten, über 160 Vogelarten und 37
    verschiedene Säugetiere. Die Wälder bieten einer Vielzahl bedrohter Tierarten Schutz, u.a. dem
    Iberischen Luchs. Diese weltweit am stärksten bedrohte Raubkatzenart zählt nur noch 150 Exemplare.
  • Naturkorken sind zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs und der einzige vollständig recycelbare
    Flaschenverschluss. Ein einzelner Naturkorken bindet durchschnittlich 1,5 g Kohlenstoff bzw. 6,2 g CO2. Die
    portugiesischen Korkeichenwälder binden jährlich rund 4,8 Mio. Tonnen CO2. Weltweit sind es 14 Mio.
    Tonnen. Mit ca. 1,5 Hektar Korkeichenwald lässt sich der jährliche CO2-Ausstoß eines
    Mittelklassewagens ausgleichen. Bei der Produktion eines Naturkorkens entsteht 24mal weniger CO2
    als bei einem Schraubverschluss aus Aluminium (Quelle: Price Waterhouse Coopers).
    Produktion
  • Die Korkeiche kann bis zu 250 Jahre alt werden, 150 Jahre sind produktiv für die Korkgewinnung. Ab
    einem Alter von 20-25 Jahren kann alle 9 bis 12 Jahre die Korkrinde geschält werden. Der Baum muss
    dafür einen Stammdurchmesser von 70 cm und eine Höhe von 1,30 m erreicht haben. In Handarbeit
    können so rund 40-60 kg Korkrinde pro Ernte gewonnen werden. Damit produziert eine Korkeiche im
    Laufe ihres Lebens ca. 700-1000 kg Kork.
  • Die weltweite Korkproduktion betrug 2013 etwa 201.500 Tonnen pro Jahr. Portugal ist mit einem
    Marktanteil von rund 50 Prozent der weltweit größte Korklieferant, gefolgt von Spanien, Marokko,
    Algerien, Tunesien, Frankreich und Italien.
  • Der Rohstoff Kork wird zu 100 Prozent verwertet. 50 Prozent der geernteten Baumrinde wird zur
    Gewinnung von Flaschenkorken verwendet. Die Reste werden verschieden eingesetzt, beispielsweise in
    der Bauindustrie als Bodenbeläge oder zu Isolierungszwecken. Kork findet auch Verwendung in der
    Modeindustrie (für Schuhe, Hüte oder Taschen).
  • Portugal produziert täglich rund 40 Millionen Korken, rund 35 Millionen allein im Norden Portugals. Dies
    sind jährlich etwa 10 Milliarden Flaschenkorken. In Deutschland werden jährlich rund 350 Millionen
    Korken verkauft.
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